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Eigentlich hatten wir ein Ticket für die Autofähre Venedig - Patras, für den 7. April. Das wurde in ein Open-Date-Ticket umgewandelt, denn Corona-bedingt transportierten die Fähren drei Monate lang ausschließlich LKW. Der erste Termin, an dem wieder PKW transportiert wurden, war der 1. Juli, den haben wir gebucht. 

Rein zufällig erfuhren wir zwei Tage vorher, dass man, um nach Griechenland einzureisen, einen Fragebogen online beantworten musste, der dann von der Gesundheitsbehörden in einen QR-Code umgewandelt wurde, den man bei Ausreise aus Italien und Einreise in Griechenland vorweisen musste.

Abfahrt war für den 1. Juli 12.00 Uhr geplant, man sollte mindestens zwei Stunden vorher da sein. Die Überfahrt dauert dann 33 Stunden. 

Also fuhren wir am Dienstag, 30. Juni, etwa 19.00 abends los und waren um 6.00 morgens am Fährhafen, etwas außerhalb von Venedig, malerisch zwischen Raffinerien und Kraftwerken gelegen. Es war gut, dass wir so früh waren: eine Horde LKW-Fahrer und eine etwas kleinere Horde Touristen belagerten schon das Fährbüro . Und QR-Codes, die zwar gesendet worden waren, aber nicht aufs Handy, auf dem kein Empfang war, so dass wir mit unserem Handy aushelfen mussten - ein buntes Treiben. „Sie sehen doch so deutsch aus! Könnten Sie mir mal mit dem QR-Code helfen?“ 

Ein großes Fährschiff der Minoan-Line, die von Grimaldi betrieben wird. Grimaldi? Richtig. Das italienische Adelsgeschlecht, das seit dem 12. Jahrhundert die Fürsten von Monaco stellt. 

Am Fährhafen: Chaos. Zwei Fährschiffe, aber Zeitplanung und Personal nur für eins. Also von 8-12.00 in der heißen Sonne gewartet. Und ab 12.00 Uhr wieder warten: 5 Stunden lang. Um 17.00 ging es dann los, nachdem das Auto im dritten Untergeschoss (unter der Einfahrtsebene) auf den Zentimeter genau eingeparkt war. 

Die Fähre war voll, von konsequenter Maskenpflicht keine Spur. Wir hatten eine Deckspassage, also keine Kabine - das hätte den Preis verdoppelt. Also lernten wir das Schiff kennen, aßen etwas, tranken etwas, lasen und vertrieben uns die Zeit auch mit etwas Schlaf.

5 Stunden Verspätung bedeutete: Statt der geplanten Ankunft um 21.30 waren wir um 3.30 Ortszeit in Patras.  Jetzt noch 50km nach Messolonghi - im Morgengrauen waren wir auf unserem Schiff - Zeit erstmal für ein Glas Wein. Unabhängig von der Tageszeit.

Actually we had a ticket for the car ferry Venice - Patras, for April 7th. This was converted into an open date ticket, due to Corona, the ferries only transported trucks for three months. The first date on which cars were transported again was July 1, which we booked. 

Purely by chance we learned two days before that in order to enter Greece, one had to answer a questionnaire online, which was then converted by the health authorities into a QR-code, which one had to show when leaving Italy and entering Greece.

Departure was scheduled for July 1, 12:00 noon, you should be there at least two hours before. The crossing then takes 33 hours. 

So we left on Tuesday, June 30th, about 19.00 in the evening and were at 6.00 in the morning at the ferry port, just outside Venice, picturesquely situated between refineries and power plants. It was good that we arrived so early: a group of truck drivers and a slightly smaller group of tourists were already besieging the ferry office. And QR-codes that had been sent, but not to the mobile phone, which had no reception, so we had to help out with our mobile phone - a colourful hustle and bustle. "You look so German! Could you help me with the QR-code?" 

A large ferry boat of the Minoan-Line, which is operated by Grimaldi. Grimaldi? That's right. The Italian noble family that has represented the Princess of Monaco since the 12th century. 

At the ferry port: chaos. Two ferries, but timing and Stufe for only one. So we weites from 8-12.00 in the hot sun. And from 12.00 again waiting: for 5 hours. At 17.00 we started after the car was parked in the third basement (below the entrance level), accurate to the centimetre. 

The ferry was full and there was no trace of consequent mask duty. We had a deck passage, so no cabin - that would have doubled the price. So we got to know the ship, ate something, drank something, read and passed the time also with some sleep.

5 hours delay meant: Instead of the planned arrival at 21.30 we were in Patras at 3.30 local time.  Now 50km to Messolonghi - we were on our ship at dawn - time for a glass of wine. Independent of the time of day.

Today, June 30th, we're finally off - with our fully-laden car from Heidelberg through Switzerland to Italy and Venice, and then on July 1st on the ferryboat to Patras. This is the day, when the ferries will take private cars again for the first time since the Corona-Lockdown. We are looking forward to the trip, which was not possible in the last three months. And we are longing to see our boat again.

Heute, am 30. Juni geht es endlich los - mit unserem vollgepackten Auto von Heidelberg durch die Schweiz nach Italien bis nach Venedig und dort am 1. Juli auf die Fähre nach Patras. Dies ist der Tag, an dem die Fähren seit dem Lockdown zum ersten Mal wieder private PKW mitnehmen. Wir freuen uns und sind gespannt auf die Reise, die ja in den letzten drei Monaten nicht möglich war. Und wir sind natürlich gespannt darauf, wie wir unser Boot antreffen werden.