
Dieses Jahr waren wir erst am 29. April wieder bei unserem Boot in Nea Peramos. Giselas 97jähriger Mutter geht es sehr schlecht. Wir haben uns um sie gekümmert und sind auch noch jetzt aus der Ferne damit beschäftigt und leben ein bisschen von Tag zu Tag. Welch ein Glück, dass Gisela noch drei Brüder hat und wie hilfreich ist es, dass viele organisatorischen Dinge digital erledigt werden können.
Der Winter war „somehow peculiar“ sagt uns Stavros vom Boatyard bei unserer Ankunft. Fast den ganzen Februar und März hat es geregnet. Das Boatyard stand unter Wasser, sah aus wie ein See. Aber Aglaya haben wir in gutem Zustand vorgefunden. Zwar war an Deck trotz Wintercover wieder alles mit rötlichem Staub bedeckt, aber unter Deck war alles knochentrocken.



Also an die Arbeit! Deck schrubben, Metall- und Holzpflege, Spannschlösser fetten, Segel anschlagen … Εs ist kalt (am Tag 12 und nachts sechs Grad), der Nordostwind bläst stark und es regnet in den ersten Tagen immer wieder. Das fühlt sich noch richtig wie Winter an. Dazu passt auch der Schnee auf den höheren Bergen.



Dann kommt aber doch die Sonne und wir machen an Walters Geburtstag einen Ausflug zur antiken Stadt Philippi, der ersten frühchristlichen Gründung Europas. In der großen Anlage ist viel Christliches und Römisches zu sehen, wenig Griechisches, denn davon muss noch viel ausgegraben werden. Der Apostel Paulus hat hier auf seinen Wanderungen Station gemacht. Der alte Handels- und Militärweg Via Egnatia führte mitten durch die Stadt. Wir bewundern nicht nur die vielen Ausgrabungen, sondern auch die grandiose Berglandschaft.

Mehr Bilder von Philippi:
Am Boot muss muss noch das Unterwasserschiff abgeschliffen und gestrichen werden. Der Motorservice steht auch noch an. Und das Großsegel muss noch angeschlagen werden. Dazu war in den letzten Tagen immer zu viel Wind. Übermorgen soll es aufs Wasser gehen. Ob das klappt? Wir sind skeptisch.


















