
Jetzt ist auch für uns die Segelsaison 2025 beendet. Aglaya steht an Land und in den letzten Tagen haben wir alle nötigen Arbeiten für das Einwintern erledigt. Da starker Regen für den 4.11. angekündigt war, haben wir uns beeilt, die Winterplane anzubringen. Für den Motor kommt nach unserer Abreise noch der Mechaniker von Manitsas Marine, spült die Kühlung und macht einen ausführlichen Check des gesamten Motors. Mit ihm werden wir wohl auch über den Winter ab und zu Kontakt haben.
Stavros Manitsas ist der Inhaber des Boatyards. Man muss sich ein bisschen Zeit nehmen, um ihn kennenzulernen. Unser erster Besuch in seinem Büro dauerte eine Stunde - nicht nur, weil wir mit ihm sehr gründlich alles, was unser Boot betrifft, besprochen haben. Da haben wir den Eindruck gewonnen, dass Aglaya hier in guten, erfahrenen Händen ist. Stavros hat uns auch viel von der bewegten Geschichte seiner Familie erzählt. Ursprünglich (vor mehr als 100 Jahren) lebte sie auf Kreta. Dort hat die Familie sich nicht mehr geschützt gefühlt und ist näher an die osmanische Hauptstadt Istanbul auf eine kleine Insel im Schwarzen Meer gezogen. 1922 wurden die Griechen nach Gründung des türkischen Staates vertrieben. So siedelte sich seine Familie in Nea Peramos in der Nähe von Kavala an. Viele Griechen, die damals aus der Türkei vertrieben wurden, gründeten neue Orte, die alle mit dem Begriff „Nea“ anfangen, so auch Nea Peramos.
Etwas wehmütig haben wir unsere Aglaya dann bei strömendem Regen verlassen. Schlaf gut, Aglaya, wir kommen im Frühjahr wieder!


