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Angekommen auf Leros

„Ein Tief über Taurus ändert sich kaum.“ Das sagt uns der Seewetterbericht seit Tagen. Und so soll es auch in den nächsten Tagen bleiben. Ein Tief über Taurus zusammen mit einem Hoch über der Türkei bewirken den starken Nordwind Meltemi in der Ägäis. Normalweise bläst er im Juli und August am stärksten. Jetzt haben wir ihn schon gegen Ende Juni. Im Hafen von Lipsi bläst er uns ins Cockpit und der entstehende Schwell lässt unser Boot heftig schaukeln - auch nachts. Das zerrt etwas an unseren Nerven.

Da der Wind in den nächsten Tagen noch stärker werden soll, beschließen wir, schon ein paar Tage früher in die Marina nach Leros zu fahren. 15 Seemeilen bei starker Dünung - nach drei Stunden empfängt uns Marinero Jannis mit dem Schlauchboot schon vor der Einfahrt in die Marina und geleitet uns zu unserem Liegeplatz. „Please give me the mooring“, sagt Gisela, nachdem sie beide Vorleinen festgemacht hat. „It‘s already fixed in the back,“ sagt der Marinero. Er hatte vom Schlauchboot aus Walter, der am Ruder stand, die Muringleine direkt in die Hand gegeben. Toller Service! Hatten wir bisher noch nicht. Allerdings sind die Boote an diesem Steg so eng gepackt, dass wir unsere Fender nur mit viel Kraftaufwand ausbringen können. Da muss sich noch etwas ändern.

Nun sind wir seit zwei Tagen im Sommerquartier für unser Boot, der Leros Marina Evros in Lakki. An das Marina-Flair müssen wir uns nach so vielen kleinen Stadthäfen und Ankerbuchten erst wieder gewöhnen. Aber eine warme Dusche und eine Waschmaschine sind auch nicht zu verachten.

Schon bei der Einfahrt in die Marina hatten wir Volpert und Anja auf ihrem Boot gesehen. Wir wussten, dass wir uns hier sehr wahrscheinlich treffen werden. Mit Volpert sind wir vor ungefähr 25 Jahren zusammen gesegelt. Ein schönes Wiedersehen nach langer Zeit. Jetzt bleiben uns einige Tage, um unsere Abreise am 4. Juli vorzubereiten. Und Walter kann seinen Rücken kurieren, der beim Austausch der schweren Batterien auf Skyros gelitten hat.

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