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Arkadien

Ovid hat es besungen, Goethe hat es gelobt, laut Reiseführer war sogar Ernst Bloch schon hier: Arkadien, Sehnsuchtsort und faszinierende ideale „goldene“ Landschaft. Und, um den Reiseführer nochmal zu zitieren: „Heimat des Hirtengottes Pan: schroffe Berge, knorrige Weiden und leere Dörfer, traurige Mythen und Orte kriegerischer Begegnungen“.
Wir haben uns Arkadien von See aus genähert. Schön geschwungene Hügel, die je nach Sonnenstand und Tageszeit ihre Farbe wechseln, von Grün bis Braun. Im Hintergrund steile Felsabstürze, roter Karst bei Leonidi. Das Land ist karg - bis auf die Schwemmfächer der Flüsse, die fruchtbare Ebenen geschaffen haben, es werden Oliven, Gemüse, Wein, Zitrusfrüchte angebaut, hier sind auch die Städte. Kleine Fischerdörfer wie Kyparissou, Paralio Astros, sehr idyllisch, winzige Häfen und schöne Ankerbuchten. Auch deshalb baute der römische Konsul, Redner und Politiker Herodes Atticus hier vor 1900 Jahren seine riesige Vila - mit Blick aufs Meer, allerdings sieben Kilometer davon entfernt. Neben dieser Villa das kleine Nonnenkloster Loukos mit einmalig schönem Garten. Hier erklärt einem eine Nonne den Unterschied zwischen griechisch orthodoxer und russisch orthodoxer Kirche (keiner bis auf ein paar andere Feiertage), dann lädt sie auf ein Glas Wasser zu selbstgemachten marshmellow-ähnlichen Süßigkeiten.
Außer römischen Überresten und byzantinischen Klöstern und Kirchen gibt es auch fränkische Festungen - Franken ist hier der Sammelbegriff für Kreuzfahrer.
Ein schöner herber Landstrich, man kann die Lobeshymnen über dieses Land verstehen.

Das idyllische Kiparissou
Plaka/Leonidi
Im Hafen von Paralia Astros
Paralia Astros: Blick von der Festung aus
Paralia Astros: Wieder eine fränkische Festung
Am Strand
In der Fußgängerzone
Kloster Loukos

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