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Im kleinen Fjord von Gerakas

Nun sind wir in Gerakas, einem winzigen Dorf in einem Fjord etwas nördlich von Monemvasia. Die blau-weißen kleinen Häuser erinnern schon an die Ägäis. Oberhalb vom Fjordeingang liegen die Ruinen der antiken Akropolis Zarax. Idylle pur!

Unseren Besuch, Annegret und Christoph, hatten wir am Tag in zuvor Monemvasia verabschiedet. Es war eine schöne Zeit zu viert, obwohl völlig anders als geplant. In kleinen Etappen wollten wir im Argolischen Golf segeln. Am ersten Segeltag mussten wir ein Stück motoren. Der Motor fiel aus. Davon hatten wir schon berichtet.

Wie sich dann herausstellte, lag das am Inhalt der beiden Dieseltanks. Wir befürchteten Dieselpest, also Mikroben, die Schwämme in den Tanks bilden. Willi, der Mechaniker, den uns die Coastguard rief, pumpte ca. 150 Liter Diesel aus unseren beiden Tanks. Wohl keine Dieselpest, aber jede Menge Schlamm unten in den Tanks. Der hat sich wohl über Jahre angesammelt. Das musste alles raus. Alle beiden Tanks wurden gereinigt und mit “gutem”, von Shell lizenziertem Diesel gefüllt. 300 Liter. Das schlägt ordentlich in die Bordkasse. Aber wir wollen segeln und nicht motoren. Also werden wir hoffentlich so schnell keine neue Tankfüllung brauchen.

Das Ganze hat sich über drei Tage hingezogen. Viel Arbeitszeit für den Mechaniker, ein wirklich netter Mensch, obwohl wir uns nur schwer verständigen konnten. Er kein Englisch, wir kein Griechisch. Aber er hat einen Bruder, der zehn Jahre in Berlin gelebt hat. Da gab es ab und zu Übersetzungsarbeit per Handy. Gestern war dann alles fertig. Und der liebe Willi kam extra noch einmal vorbei, um uns eine Flasche Olivenöl und eine Flasche Wein, sicher aus eigener Produktion, zu schenken. Zumindest versicherte er uns, dass der Wein keinen Kopf macht. Nach den Erfahrungen mit ihm glauben wir ihm aufs Wort.

Zum Glück waren Annegret und Christoph mit einem Leihauto da. So waren Ausflüge in die Umgebung möglich. Ganz unkompliziert und spontan haben sie sich mit dem beschäftigt, was es hier zu entdecken gab - von der Bakery im Nachbarort, die auch sehr gutes Olivenöl verkauft, bis zur Ausfahrt in die Berge und durch die Dörfer. Nicht zu vergessen die vielen blühenden Pflanzen, die sie bestimmt haben. Und sie haben super leckere Essen gekocht, die man wohl sonst kaum mal in der Bordküche zustande bringt, wenn man unterwegs ist. Und dann war ja da auch noch die allabendliche Bordmusik live. War schön mit euch beiden! Danke!     

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