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Sonntagsausflug

Heute mal mit dem Auto: Unser Ziel war Astakos am Ionischen Meer, von dem aus die Fähren nach Ithaka abgehen, etwa 45 km von Messolonghi entfernt.
Die Landschaft: Ätolien-Arkanien. Messolonghi liegt im Lagunen-Naturpark Messolonghi-Ätoliko.
Also ging es zuerst entlang der Lagunen, die stark an die Camargue erinnern, hier wird auch in großem Stil Salz gewonnen. Mit einem Unterschied: Die Lagunen werden auf der Landseite von einem wilden steilen zerklüfteten Gebirge begrenzt, in dem es senkrechte Felsstürze gibt und das mit Macchia bedeckt ist, wenn überhaupt etwas dort wächst.
Ätoloko ist eine kleine Stadt, die komplett auf einer Insel liegt, sie hat zwei Zufahrten auf einer schmalen Bogenbrücke.
In dieser Gegend gibt es Landwirtschaft - Oliven, Mais, Wein, Wassermelonen……und es wird gefischt, und zwar - wegen des Flachwassers - Aale. Sie sind kleiner als die, die wir in Deutschland kennen, sie werden auch nicht geräuchert, sondern gebraten und schmecken ganz ausgezeichnet. Teilweise stehen, wie in Messolonghi auch, die flachen Holzhäuser der Fischer auf Stelzen wie Pfahlbauten im oder am Wasser.

Lagunenlandschaft bei Messolonghi

Nördlich gehts weiter ins Gebirge, in Serpentinen und engen Kurven. Aufpassen muss man, weil hinter einer Kurve plötzlich eine Ziegenherde stehen kann. Schon hier hat man wunderschöne Ausblicke auf die stark gegliederte Küstenlandschaft des Ionischen Meeres, braunrote Kalkfelsen und das tiefblaue Meer, teilweise Grün dazwischen von Eukalyptus- oder Korkeichenbäumen.

Blick auf die Ionischen Inseln

Die Gesteinsformationen sind wild und abwechslungsreich: Direkt nebeneinander gibt es Kalkschichten, vulkanische Formen wie verwitterte Lavaflüsse und dann wieder riesige schräg stehende Platten wie Schiefer.
Astakos ist ein winziges schönes Städtchen mit einer Pier, an der Fischerboote, aber auch Segelboote festmachen. Es gibt Restaurants vorzugsweise mit Fischgerichten - wir haben eins ausprobiert und können es empfehlen.

Astakos

Die Autofähre nach Ithaka fährt mit ihrer Bugklappe direkt auf die Pier, 20 Meter weiter wird gebadet, eine Idylle.


Auf der Rückfahrt haben wir verschiedene kleine Abstecher in die Buchten gemacht und in Ätoliko noch einen sehr guten Espresso freddo getrunken - ein rundum gelungener Sonntagsausflug.

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