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Katakolon ist ein winziges Städtchen an der Westküste vom Peloponnes, 25 Meilen gegenüber von Zakynthos. Was als erstes auffällt: Der Hafen ist ein internationaler Zollhafen zum Einklarieren aus dem Ausland, mit Sperrgebiet, Duty Free und allem drum und dran. Warum? Hier legen Kreuzfahrtschiffe an, deren Gäste von hier aus das alte Olympia besuchen können.
Man macht mit Heckleine und Buganker fest - noch ein etwas exotisches Detail: Es gibt Wasser und Strom an der Pier, sehr angenehm, jeden Abend kommt jemand und schreibt sich die Namen der Boote und ihre Heimathäfen auf - aber niemals kassiert jemand irgend etwas.
Das Städtchen ist auf Tagesgäste eingerichtet, kleine Boutiquen mit Schmuck, Leder, Olivenholz- Gegenstände, auch einige Restaurants. Es liegt an einer weiten Bucht, 200m vom Hafen findet man Badestrände mit feinem Sand, es geht ganz flach ins Wasser, man kann noch in 150m vom Ufer entfernt bequem stehen.
Katakolon liegt auf einer Landzunge, die man umfahren muss, wenn man von Norden kommt. Hinter dem Ort geht es etwa 100 Höhenmeter durch einen Kiefernwald hoch, dort kann man von einem Restaurant aus den wunderschönen Blick genießen. Geht man dann weiter die kleine Straße entlang, um am Ende wieder in die Stadt hinunterzusteigen, ist man sofort mitten in der griechischen Landwirtschaft: Kleine flache Häuser, sehr einfach, Ziegen, Schafe, Hühner, Olivenhaine………alles in allem ein schöner lohnender Landtag.


Wir liegen in Katakolon an der Westküste des Peloponnes, in der Landschaft Elis. Von hier geht einmal am Tag eine Art S-Bahn über Pyrgos nach Olympia. In dem winzigen Dorf Katakolon legen wegen Olympia sogar Kreuzfahrtschiffe an - glücklicherweise heute nicht.
Nach 45 Minuten Fahrt sind wir am schmucken kleinen Bahnhof von Olympia, fünf Gehminuten von den antiken Stätten. Es ist beeindruckend und faszinierend: die schiere Größe dieser Tempel- und Sportanlage, die eine der wichtigsten Kultstätten Griechenlands war. Unmöglich, alle einzelnen Tempel, und wem sie gewidmet sind, zu erfassen. Besonderen Reiz verleihen dem Ort uralte Olivenbäume, die dazwischen stehen. Riesige Säulen, Bilder, die wir aus den Geschichtsbüchern kennen.
In einer weiten Landschaft, zwischen zwei kleinen Flüssen, liegt das alte Olympia zwischen leichten Hügeln. Man kann sich vorstellen, wie hier Sport getrieben wurde, 776 vor der Zeitenwende die ersten Olympischen Spiele. Die Ausgrabungen dauern an, vermutlich war es schon vor 776. Besonders das Stadion fasziniert: 192 Meter lang, die Tribünen rechts und links aus Rasen, nur in der Mitte eine steinerne Loge, für die Schiedsrichter und Würdenträger. 45000 Zuschauer soll es fassen, sie werden gestanden haben.
Was zur Faszination des Ortes beiträgt: Es sind fast keine Menschen da. Coronabedingt verschlägt es zurzeit nur wenige Menschen hierher, von der Vorstellung von hunderten Kreuzfahrttouristen ganz zu schweigen.
Neben einem Museum zur Geschichte der Olympischen Spiele, das wir nicht besichtigt haben, gibt es ein Antikenmuseum, in dem Fundstücke aus Olympia gezeigt werden, riesige Statuen von Zeus und anderen Göttern, Fries-Stücke mit Kampfszenen, aber auch römische Kaiser.
Das Museum ist noch einmal ein Highlight, weil es nicht nur die Funde aus der klassischen griechischen Zeit zeigt, sondern auch Kunst- und Gebrauchsgegenstände aus der vorgriechischen Epoche ebenso wie aus der nachfolgenden römischen Epoche - so ergibt sich ein Gesamtbild, das über das reine klassische Griechenland-Bild weit hinausgeht - wer weiß schon, dass der römische Kaiser Nero sich hier in einem eigens für ihn gebauten Palast die olympischen Spiele angesehen hat?
Der Niedergang Olympias wurde dadurch eingeleitet, dass das Christentum im römischen Reich Staatsreligion wurde und in der Folge andere religiöse Gebräuche verboten wurden. So verfiel diese heilige Stätte, Erdbeben trugen auch dazu bei.
Trotzdem ist Olympia auch heute noch ein intensives Antikenerlebnis.


We are located in Katakolon on the west coast of the Peloponnese, in the landscape of Elis. From here a kind of S-Bahn goes once a day via Pyrgos to Olympia. In the tiny village Katakolon even cruise ships dock because of Olympia - luckily not today.
After a 45 minutes drive we arrive at the pretty little station of Olympia, five minutes walk from the ancient sites. It is impressive and fascinating: the sheer size of this temple and sports complex, which was one of the most important cult sites in Greece. It is impossible to grasp all the individual temples and to whom they are dedicated. A special charm is given to the place by the ancient olive trees that stand in between. Huge columns, pictures that we know from history books.
In a wide landscape, between two small rivers, the old Olympia is situated between light hills. One can imagine how sports were practiced here, in 776 before the turn of the century the first Olympic Games. The excavations are still going on, probably it was already before 776. Especially the stadium is fascinating: 192 meters long, the stands right and left made of grass, only in the middle a stone box, for the referees and dignitaries. It is said to hold 45000 spectators, they will have stood.
Which contributes to the fascination of the place: there are almost no people there. Because of the corona, only a few people come here at the moment, not to mention the hundreds of cruise tourists.
Beside a museum of the history of the Olympic Games that we did not visit, there is an antiquity museum in which there are findings of Olympia, huge statues of Zeus and other gods, frieze pieces with fighting scenes, but also Roman emperors.
The museum is once again a highlight, as it does not only show the findings from the classical Greek period, but also art and utility objects from the pre-Greek era as also from the following Roman era - thus, an overall picture results that goes far beyond the pure classical image of Greece - who knows that the Roman emperor Nero watched the Olympic Games here in a palace that was specially built for him?
The decline of Olympia was initiated by the fact that Christianity became the state religion in the Roman Empire and that other religious customs were subsequently banned. So this holy place decayed, earthquakes also contributed to it.
Nevertheless, Olympia is still today an intense experience of antiquity.

Zakanthos with port

Zakynthos (in Venetian times: Zante) is the southernmost island in the Ionian Sea. It is beautiful and very versatile. We spent three days there and in one day we rented a car to see more of the island.
The island is divided into two parts, so to speak: The south-east is intensively cultivated, wine, olives, potatoes, corn……, the landscape is flat, partly hilly, with wide valleys. The north-west is harsh, the coast is rugged, vertical cliffs plunge into the sea, interrupted by small bays with sandy beaches.


Perhaps the most famous: Navagio, the Shipwreck Bay. Here a freighter stranded 40 years ago, which allegedly smuggled Turkish cigarettes on behalf of the Italian Mafia. A spectacular sight, from above, almost vertically over the bay. There you can see why the colours of the Greeks are blue and white.

Shipwreck-Bay


The landscape forms are impressive: as said before, vertical white cliffs, but then also loose-like weathering forms, also volcanic rock.
A special thing in the southwest: the protected area for the loggerhead turtles that lay their eggs here, the young turtles hurry to get past the tourists into the save water. There is indeed a protection zone, but it is a tourist hotspot that is a little bit like a Party-hotspot.

Caretta-Caretta


In the interior of the island there are pine groves, plateaus with tiny villages, where from olive wood carvings to rose liquor (really tastes like roses!) local products are offered.
Not to forget: several monasteries, at least 500 years old, the Greek Orthodox Church is present everywhere.
We were located in the lively city harbour, at the moment it is pleasant, there are, probably due to corona, not the otherwise feared tourist rushes there.
Zakynthos is a worthwhile destination, for most different interests and preferences.

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Zykanthos mit Hafen


Zakynthos (in venezianischer Zeit: Zante) ist die südlichste Insel im Ionischen Meer. Sie ist wunderschön und sehr vielseitig. Wir haben drei Tage dort gelegen und uns an einem Tag ein Auto geliehen, um mehr von der Insel zu sehen.
Die Insel ist landschaftlich sozusagen zweigeteilt: Der Südosten wird intensiv bewirtschaftet, Wein, Oliven, Kartoffeln, Mais……, die Landschaft ist eben, teilweise hügelig, mit weiten Tälern. Der Nordwesten ist herb, die Küste schroff, senkrechte Felswände stürzen ins Meer, von kleinen Buchten mit Sandstrand unterbrochen.

Die vielleicht berühmteste: Navagio, die Shipwreck-Bucht. Hier strandete ein Frachter vor 40 Jahren, der angeblich im Auftrag der italienischen Mafia türkische Zigaretten schmuggelte. Ein spektakulärer Anblick, von oben, fast senkrecht über der Bucht. Da versteht man, dass die Farben der Griechen blau und weiß sind.

Shipwreck-Bay


Die Landschaftsformen sind eindrucksvoll: wie gesagt, senkrechte weiße Felswände, dann aber auch lössartige Verwitterungsformen, ebenso vulkanisches Gestein.
Eine Besonderheit im Südwesten: Das Schutzgebiet für die Karettschildkröten, die hier ihre Eier ablegen, der Nachwuchs beeilt sich dann, wenn er geschlüpft ist, an den Touristen vorbei ins rettende Wasser zu kommen: es gibt zwar eine Schutzzone, aber die ist ausgerechnet ein etwas ballermannartiger Touristen-Hotspot.

Caretta-Caretta


Im Inselinneren Kiefernhaine, Hochebenen mit winzigen Dörfern, in denen von Olivenholzschnitzereien bis zum Rosenlikör (schmeckt wirklich nach Rosen!) lokale Produkte angeboten werden.
Nicht zu vergessen: mehrere Klöster, mindestens 500 Jahre alt, die griechisch-orthodoxe Kirche ist hier überall präsent.
Wir haben im quirligen Stadthafen gelegen, zurzeit ist es angenehm, es sind, vermutlich coronabedingt, nicht die sonst befürchteten Touristenanstürme da.
Zakynthos ist ein lohnendes Ziel, für unterschiedlichste Interessen und Vorlieben.


Am 2. August - genau vier Wochen nachdem wir gekommen sind - sind wir von Messolonghi aufgebrochen, zunächst nach Zakynthos.
Vier Wochen, die so ganz anders waren, als wir sie und vorgestellt hatten. Das Ausrüsten des Bootes, das Herrichten, das Ein- und Ausräumen, das Testen, das Optimieren - wir hatten uns nicht vorgestellt, dass das teilweise eine richtige Knochenarbeit sein würde, auch weil es sehr heiß war.
Aber jenseits von dieser Arbeit haben wir die Stadt kennen gelernt, sie erschließt sich einem nicht sofort, erst auf den zweiten, nein, eigentlich erst auf den dritten Blick. Und in den Schachbrettstraßen verlaufen wir uns immer noch. Aber die schönen Straßen, teilweise mit Marmor gepflastert, wie aus venezianischer Zeit, die Cafés und die schattigen Plätze, übrigens auch die Restaurants, haben uns sehr gefallen. Auch die Badestrände in Tourlida und in Kryonéri, die haben wir sehr genossen.
Es ist eine wunderschöne Stadt mit sehr sehr freundlichen, hilfsbereiten und unkomplizierten Menschen. Zwei seien genannt: Dimitris, der aufopferungsvolle total zuverlässige und sehr freundliche Elektriker, der uns im Schweiße seines Angesichts stundenlang bei 30 Grad kniend im Boot mit der Elektrik ausgeholfen hat - und Mimis, der wundervolle Chef der Marina Bar, der uns jeden Wunsch von den Augen abgelesen hat, uns auch Kontakte zu anderen wichtigen Menschen hergestellt hat - und der uns immer was Gutes zu Essen und/ oder zu Trinken gebracht hat. Wir werden sie vermissen…….
Aber wir kommen zurück: Ende Oktober wollen wir wieder in Messolonghi sein und dann das Boot „einwintern“, zurück nach Heidelberg, und dann im Frühjahr wieder nach Messolonghi - es war wunderschön hier!


On August the third - exactly one month after we arrived - we left Messolonghi, first to Zakynthos.
A month which was so completely different from what we had expected. The equipping of the boat, the preparation, the putting in and out, the testing, the optimizing - we had not expected that this would be a real hard work and on top the Heat.
But beyond this work we got to know the city, it doesn't open up immediately, only at second glance, no, actually only at third glance. And we still get lost in the chessboard streets. But we really liked the beautiful streets, partly paved with marble, like from the Venetian times, the cafés and the shady squares, by the way also the restaurants. Also the beaches in Tourlida and in Kryonéri, we enjoyed them very much.
It is a beautiful city with very very friendly, helpful and uncomplicated people. Two are worth mentioning: Dimitris, the self-sacrificing, totally reliable and very friendly electrician, who helped us in the sweat of his brow by kneeling in the boat for hours at 30 degrees for the electrical system - and Mimis, the wonderful boss of the Marina Bar, who read every wish from our eyes, who also made contact with other important people - and who always brought us something good to eat and/or drink. We will miss them........
But we plan to come back: At the end of October we want to be in Messolonghi again and then "winterize" the boat, go back to Heidelberg, and then in spring back to Messolonghi - it was beautiful there!