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Ermioni (Ostseite Peloponnes) gestern. Erst sind wir einen Tag fast alleine an der Pier auf der Südseite der Landzunge. Aber gegen gestern Abend fühlen wir uns wie in einer anderen Welt: Ein Katamaran nach dem anderen kreiselt vor der Pier und sucht einen Platz. Die großen Marinas von Athen sind nicht mehr so weit entfernt und Flottillen sind offensichtlich nicht nur im Hochsommer unterwegs.

Am nächsten Tag Regen. Trotzdem sind alle weg und am Abend kommt die nächste Invasion.

Dass Leonard Cohen eine Zeitlang in Griechenland gelebt hat, wussten wir schon - jetzt wissen wir genau, wo. Eine der schönsten griechischen Inseln ist Hydra im Saronischen Golf. Zwar karg und nicht sehr fruchtbar, aber die Einwohner haben es verstanden, den Massentourismus fernzuhalten. Die Häuser klettern malerisch vom Hafen den Berg hoch, der Hauptort und der Hafen wirken wie ein hohes Amphitheater.

1960 kaufte Leonard Cohen sich ein Haus in Kamini, einem kleinen Dorf neben dem Hauptort, hier lebte er bis 1970. Hier  verliebte er sich in seine Muse, die Norwegerin Marianne. Wahrscheinlich sind hier Welthits wie „Suzanne“, „Stranger Song“ und natürlich „So long, Marianne“ entstanden. Seine Lieblingskneipe in der Stadt war das Douskus, für dessen Wirt er sogar einen eigenen Song schrieb.

Die Insel ist ursprünglich, natürlich gibt es viele Touristen, aber es gibt keine Autos, nur Maulesel zum Transport - und so soll es nach dem Willen der Bewohner auch bleiben. 

Von Porto Heli kommend stecken wir unseren Bug kurz in den kleinen Hafen von Hydra. Meistens soll er sehr voll sein. Als wir kommen, liegen schon zwei Reihen mit ineinander verschachtelten Booten. Da ist beim Ablegen Ankersalat vorprogrammiert. Wir fahren eine Seemeile weiter und ankern in der ruhigen Bucht Mandraki. Von hier aus geht‘s am nächsten Tag auf einem wunderschönen Panoramaweg zum Hauptort und auch zu Leonard Cohens Lieblingsplätzen.

Wir sagen  „So long, Marianne!“ 

We already knew that Leonard Cohen lived in Greece for a while - now we know exactly where. One of the most beautiful Greek islands is Hydra in the Saronic Gulf. It may be barren and not very fertile, but the inhabitants have managed to keep mass tourism away. The houses climb picturesquely up the hill from the harbour, the main town and the harbour look like a high amphitheatre.

In 1960, Leonard Cohen bought a house in Kamini, a small village next to the main town, and lived there until 1970, there he fell in love with his muse, the Norwegian Marianne. World hits like "Suzanne", "Stranger Song" and, of course, "So long, Marianne" probably originated here. His favourite pub in town was the Douskus, for whose landlord he even wrote his own song.

The island is pristine, of course there are many tourists, but there are no cars, only mules for transport - and that's how the inhabitants want it to stay. 

Coming from Porto Heli, we briefly put our bow into the small harbour of Hydra. It is supposed to be very crowded most of the time. When we arrive, there are already two rows of boats nested inside each other. Anchor salad is inevitable when we cast off. We sail one nautical mile further and anchor in the quiet bay of Mandraki. From here, the next day, we take a beautiful panoramic path to the main town and also to Leonard Cohen's favourite places.

We say "So long, Marianne!" 

On Greek Orthodox Easter Monday, Tillmann and Claudia came on board for a short visit. Tillmann sings in the Heidelberg Jazz Choir, in which Gisela still likes to sing when she is at home in Heidelberg.

Actually, we wanted to take them out for a day of sailing. No wind. So we make a shore excursion to Kilada and walk along a very beautiful footpath to the Franchthí Cave, one of the most important prehistoric sites in Greece. It was continuously inhabited from 10,000 BC until the Neolithic period 6000 to 1800 BC. It is impressive how large the cave is. 

We make another small detour to Kilada, see the two shipyards and the many boats standing on land. We had already heard from other sailors that this is a good and safe winter parking place for boats. In any case, Kilada is a beautiful and very well protected natural harbour where it is easy to anchor.

After a delicious Mythos on tap, Tillmann and Claudia drive us back to Porto Heli. Thank you very much for the nice visit and the beautiful excursion! Ciao until the next choir rehearsal during the winter break!     

Am griechisch-orthodoxen Ostermontag kommen Tillmann und Claudia zu einem Kurzbesuch an Bord. Tillmann singt im Heidelberger Jazzchor, in dem Gisela immer noch gerne mitsingt, wenn sie zu Hause in Heidelberg ist.

Eigentlich wollten wir mit den beiden einen Tag rausfahren zum Segeln. Kein Wind. Also machen wir einen Landausflug nach Kilada und laufen auf einem sehr schönen Wanderweg zur Franchthí-Höhle, einer der bedeutendsten prähistorischen Fundstätten in Griechenland. Sie war von 10.000 v. Chr. bis in die Jungsteinzeit 6000 bis 1800 v. Chr. ununterbrochen besiedelt. Beeindruckend, wie groß die Höhle ist. 

Wir machen noch einen kleinen Abstecher nach Kilada, sehen die beiden Schiffswerften und die vielen Boote, die an Land stehen. Wir hatten schon von anderen Seglern gehört, dass dies ein guter und sicherer Winterstellplatz für Boote ist. Auf jeden Fall ist Kilada ein wunderschöner und sehr gut geschützter Naturhafen, in dem man gut ankern kann.

Nach einem leckeren Mythos vom Fass fahren uns Tillmann und Claudia wieder nach Porto Heli. Vielen Dank für den netten Besuch und den schönen Ausflug! Ciao bis zur nächsten Chorprobe in der Winterpause!     

Windy predicts a nice westerly wind. It could well take us across the Argolic Gulf to Porto Heli. But: hardly any wind, but dolphins at the boat.

We drop anchor in the large, well-protected bay of Porto Heli. Two years ago, we were here once before on our thirtieth wedding anniversary. At that time there were 35 knots of wind. The next morning we move to the marina. We need shore power and a warm shower. The marina is now fully functional, has moorings and a house with showers and toilets, as posh as we have never seen before in Greece. The mooring fees are correspondingly high: 50 euros per night for our boat. We enjoy the luxury and are pleased with the very friendly staff. Here we can also get a new gas bottle and renew our food stocks in the nearby supermarket.

And yes, now it's the Greek Orthodox Easter for the next two days! This is what we experience here in Porto Heli: The church bells ring for a whole series of services, Easter bonfires, lamb on the spit outside, music, fireworks and dancing in the evening.

Windy sagt uns einen schönen Westwind vorher. Der könnte uns gut über den Argolischen Golf nach Porto Heli bringen. Aber: kaum Wind, dafür aber Delfine am Boot.

Wir gehen in der großen, gut geschützten Bucht von Porto Heli vor Anker. Vor zwei Jahren waren wir an unserem dreißigsten Hochzeitstag schon einmal hier. Damals gab es 35 Knoten Wind. Am nächsten Morgen verlegen wir uns dann in die Marina. Wir brauchen mal wieder Landstrom und eine warme Dusche. Die Marina ist inzwischen voll funktionstüchtig, hat Murings und ein Haus mit Duschen und Toiletten, so nobel, wie wir noch nie welche Griechenland gesehen haben. Entsprechend hoch sind die Liegegebühren: 50 Euro pro Nacht für unser Boot. Wir genießen den Luxus und freuen uns über das sehr freundliche Personal. Hier können wir auch eine neue Gasflasche beschaffen und im nahegelegenen Supermarkt unsere Lebensmittelbestände erneuern.

Ach ja, und jetzt ist ja für die nächsten zwei Tage das griechisch-orthodoxe Osterfest! Das erleben wir nun hier in Porto Heli: Die Glocken der Kirche läuten zu einer ganzen Reihe von Gottesdiensten, Osterfeuer, draußen gibt es Lamm am Spieß, abends Musik, Feuerwerk und Tanz.