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Hier in Kalamata hat die Segelsaison noch nicht begonnen. Viele Boote stehen an Land - so wie Aglaya auch. Wir könnten noch gar nicht raus ins Wasser, denn wir sind eingeparkt. Zum Glück zeigt unser Heck in Richtung Hafen. So haben wir zumindest einen schönen Blick und können die Sonne untergehen sehen, wenn sie sich denn zeigt. Unsere “Parklücke” sollten wir auch noch gar nicht sofort verlassen. Es fehlen noch zwei Lagen Antifouling am Unterwasserschiff. Und auch ansonsten gibt es noch jede Menge Wartungs-, Erneuerungs- und Pflegearbeiten zu tun, die an Land erledigt werden können. Am 28. März ist unser Kran-Termin.

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10. März 2022: Wir sind auf dem Weg zu unserem Boot. Flug nach Athen und dann mit dem Bus nach Kalamata. Griechenland! Wir denken an Sonne und Wärme. Aber schon die Wetterfrösche haben uns eindeutig darauf vorbereitet, dass es aktuell in Griechenland kälter ist als zu Hause in Deutschland. Sie hatten Recht: Athen empfängt uns mit Schneetreiben bei zwei Grad plus. Na ja, aber Kalamata liegt ja noch ein ganzes Stück südlicher. Mal schauen. Wir fahren mit dem Bus quer durch die ganze Peloponnes und was sehen wir: schneebedeckte Berge. Warum haben wir nicht unsere Tourenschi mitgenommen? In unserem Gepäck sind stattdessen Reinigungs- und Pfegemittel fürs Boot, eine Schleif- und Poliermaschine … nix für den Wintersport. Wir planen halt langfristig und das Ziel ist, mit einem gut gewarteten und gepflegten Boot in eine schöne Segelsaison zu starten.

Aber auch in Kalamata: tagsüber sechs Grad und nachts manchmal knapp unter Null. Das ist nicht heimelig und schon gar nicht das wahre Griechenland-Feeling! Wir setzen darauf, dass der Frühling kommt und dann mit Macht.

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”Manchmal kommt es anders…”, so haben wir die Zeit an Bord von Aglaya im vergangenen Jahr überschrieben. Nun haben wir unsere Erlebnisse in Bildern und Videos in drei kurzen Filmen zusammen gefasst. Mal reinschauen? Hier geht’s zu den Filmen.

Inzwischen sind wir seit fast drei Wochen wieder zu Hause in Heidelberg - gut angelegt und den Kälteschock schnell überwunden. Aglaya steht gut abgedeckt an Land in Kalamata. Wir haben schnell unsere Winterkleidung herausgeholt und bewegen uns nun an Land. Der Blick auf unser Wohnzimmerfenster hält die Sehnsucht nach dem Segeln wach (obwohl es sich hier um ein ganz anderes Boot handelt, das Modell der ca. 25m langen Tuiga, gebaut 1909, immer noch im Mittelmeer unterwegs und es gewinnt auch noch Regatten). Zum ersten Advent haben wir ihr heute einen Stern über den Bug gehängt.

Wir wünschen euch allen eine schöne Adventszeit - an Bord oder an Land, wo auch immer ihr seid.

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Nach vier Besuchen (= 4 Tage mit 3 Personen incl. Samstag und Sonntag) hat es geklappt: Der viel zu kleine Travellift hat uns auf Land gehoben. Aglaya steht hoch und trocken - ein Logenplatz über der Marina von Kalamata. Kein Schaukeln mehr. Aber das ist das Problem: ein total blödes Gefühl, denn das Gleichgewichtsorgan und das Körpergefühl gleichen die kleinen Bootsbewegungen aus, wenn man sich an Bord bewegt oder wenn es Welle gibt. Und jetzt nichts mehr. Aber das Gefühl, dass es schaukelt, bleibt. Erst recht, wenn man auf die Boote sieht, die im Wasser schaukeln……..

Ein paar Tage Arbeit am Boot für das Einwintern, und ein Auftrag für den Service, und im Winterhalbjahr wird der Rumpf grundlegend überholt und neues Antifouling (gegen Bewuchs) aufgebracht. 

Noch einige Reinigungs- und Pflegearbeiten, dann wird im März noch Ölwechsel gemacht und Kühlflüssigkeit ausgetauscht - dann kann die Saison 2022 losgehen. 

Aber jetzt erstmal 3 Stunden mit dem Bus durch die wilde Peloponnes-Halbinsel und über den (immer noch gesperrten) Kanal von Korinth nach Athen. Dort eine Nacht im Hotel, natürlich mit vorherigem langen Rundgang über die spektakuläre Akropolis und in die chaotisch verwinkelte Altstadt Plaka - dann am 8. November geht der Flieger ins kalte trübe Deutschland - nach Hause zu Freunden, Chor, Band……darauf freuen wir uns.

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In der Marina von Kalamata festgemacht

…..zweitens, als man denkt…….abends in Finikunda gingen wir dem Dieselgeruch nach, der seit dem Tanken in Pylos immer noch leicht zu spüren war. Der Schock: Auf dem Tank stand etwas Diesel, aber in der Bilge schwappte es richtig. Wie sich später herausstellte, war das Wasser, aber das wussten wir noch nicht. Deshalb haben wir kurzerhand unsere Pläne geändert: Mit Wasser im Boot und Diesel über die Ägäis? Bei heftigen Winden? Nein, das ging nicht. Die nächste Marina (es ging ja auch um einen Winterliegeplatz auf Land) von Finikunda aus ist Kalamata, am Nordende einer Bucht im Messenischen Golf, letztes Jahr lagen wir eine Woche dort. 

Nach 6 Stunden, wieder ohne Wind, wieder mit Motor, machten wir in Kalamata fest. Das Wasser wurde abgepumpt - 120 Liter! Im Marina-Büro checken, ob es einen Winter-Land-Liegeplatz gibt und was der kostet, checken, wie es mit Kran aussieht für einen Zweimaster mit 16 Tonnen - das stellte sich als mittlere Katastrophe heraus. 

Damit das Boot in den Travelift passt (der veraltet und zu klein ist), mussten beide Vorstage (die den Mast nach vorne abspannen und ihm Stabilität geben) abgebaut werden, was in Etappen mehrere Tage in Anspruch nahm, weil die Stage seit Jahren nicht bewegt worden waren. Die Spannschlösser - Bronze auf Edelstahl - waren einfach fest. Mit drei Mann mit schwerem Werkzeug und viel Kraft, auch mit Erhitzen, gingen sie endlich am dritten Tag auf. Nun steht dem Landgang von Aglya nichts mehr im Weg. Nur müssen wir noch einen Schlechtwettertag abwarten, da zu viel Schwell im Hafen ist. Im Warten sind wir ja inzwischen sehr geübt.